Wie entsteht Rhesi? Dammstabilität

Untersuchungen zur Dammstabilität

Die heutigen Dämme wurden grossteils vor etwa 100 Jahren gebaut und von 1995 bis 2009 auf Grund des Hochwassers von 1987 abschnittsweise verstärkt. Im Zusammenhang mit der Planung des Projekts Rhesi wurden 2013 und 2014 von der Illmündung bis zum Bodensee vertiefte Dammuntersuchungen und Bodenerkundungen durchgeführt. Erkundungsbohrungen, Rammsondierungen und weitere Massnahmen brachten aufschlussreiche Ergebnisse über Untergrund und Dammaufbau.

 

Dabei wurden Dammabschnitte erkannt, die noch vor der Ausführung des Projekts Rhesi optimiert werden müssen. Als erste Massnahmen wurden in den Gemeinden Diepoldsau (Unterer Rheinspitz), Oberriet (Rastplatz Kriessern) und in Meiningen Rodungen durchgeführt sowie in Kriessern, Diepoldsau, Meiningen und von Höchst bis Fussach werden Interventionspisten gebaut.

 

Da sich bei Au, St.Margrethen und Höchst gleich mehrere wichtige Grundwasserfassungen befinden, gelten für die Sicherungs­massnahmen des Rheindamms besondere Regeln. Die einzu­bauenden Dichtwände dürfen nur so tief in den Grund ragen, dass sie den Grundwasserfluss nicht beeinträchtigen.

 

Sofortmassnahmen in Höchst – Fussach – Hard: Auflastschüttung mit Interventionspiste

Als dringliche Sanierungsmassnahme wird eine Auflast­schüttung samt Interventionspiste errichtet. Die neue rund 2,5 km lange Auflastschüttung mit Interventionspiste wird entlang dem Dammfuss des linksufrigen Hochwasser­schutzdamms im Abschnitt Höchst – Fussach – Hard im Jahr 2015 gebaut. Die Massnahme verbessert die Dammstabilität und ermöglicht die Zufahrt zum Damm bei Hochwasserereignissen. Im Ernstfall kann der Damm von dort aus mit schweren Baumaschinen verteidigt werden.

 

Die Umsetzung der Sofortmassnahmen ist von August 2015 bis November 2015 geplant, die geschätzten Kosten betragen für den Abschnitt rund 1,2 Mio. Euro. „Während der Bautätigkeit muss im Bereich der Baustellen mit erhöhtem Verkehrs­aufkommen und einer Behinderung des Geh- und Radverkehrs gerechnet werden.“, so Rheinbauleiter Dieter Vondrak. „Wir bitten die Bevölkerung dafür um Verständnis.“

 

Sofortmassnahmen in Höchst und Lustenau: Dichtwand

Im Bereich des Trinkwasserpumpwerks Höchst wird derzeit geprüft, ob hier eine Dichtwand oder eine Dammverbreiterung zur Verbesserung der Dammstabilität errichtet werden soll. Auf der Lustenauer Seite des Rheins wird im Bereich der ÖBB-Brücke und der Brücke Lustenau-Höchst eine Dichtwand errichtet. Durch diese Massnahmen wird eine Durchströmung und damit eine möglich Destabilisierung des Damms im Hochwasserfall unterbunden.

 

Dichtwände werden auf der Rheinstrecke zwischen der Ill-Mündung und dem Bodensee auf der Österreichischen und Schweizer Seite überall dort ergänzt, wo sie aus Dammstabi­litätsgründen erforderlich sind. Die Umsetzung der Sofort­massnahmen ist von August 2015 bis Juni 2016 geplant, entsprechend dem Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen. Die geschätzten Kosten betragen für die gesamten Abschnitte vier bis sechs Millionen Euro.

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