Wie entsteht Rhesi? Grund-, Trinkwasser

Untersuchungen zur Trinkwasserversorgung

Das Ziel ist es, qualitativ gutes Trinkwasser in ausreichender Menge aus Grundwasser für das Rheintal sicher zu stellen. Die Begleitplanung Trinkwasserversorgung liefert dazu die Entscheidungsgrundlagen, wie die Trinkwasserversorgung im Rheintal während der Bauzeit und langfristig gewährleistet werden kann.


In der Schweiz müssen bei Bauarbeiten in der Nähe der Trinkwasserbrunnen die Vorgaben für die Schutzzonen berücksichtigt werden, in Österreich diejenigen für Schutz- und Schongebiete.

 

Regionales Planerteam

Sowohl für die Schweiz als auch für Österreich wurde für die Untersuchung der Trinkwasserversorgung ein regionales Planerteam mit der Durchführung beauftragt. Dies sind

 

in Österreich:

  • Wasserplan ZT GmbH, Hohenems
  • TB Dr. Rainer Sutterlütti, Technisches Büro für Hydrogelogie, Feldkirch

 

in der Schweiz:

  • Frei + Krauer AG, Rapperswil
  • Dr. Bernasconi AG, Büro für Hydrogeologie, Sargans

 

Die Planer haben in laufender Abstimmung mit dem Projektteam Rhesi eine umfassende Bestandsdatenanalyse durchgeführt und werden bis Ende 2015 mögliche Massnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung vorschlagen. Beides erfolgt in enger Abstimmung mit Gemeinden und Trinkwasserwerken.

 

Neues Grundwassermodell

Für das Projekt Rhesi wurde ein neues Grundwassermodell erarbeitet, das vom Experten Prof. Dr. Wolfgang Kinzelbach international als Vorzeigebeispiel bezeichnet wird. Dafür wurden vorhandene Daten vieler unterschiedlicher Quellen eingearbeitet, wie beispielsweise

  • Erkenntnisse zur Geometrie und Eigenschaften des Grundwasserleiters von den Geologiebüros
  • Abflussganglinien, Wasserspiegel und Sohlhöhen der wichtigsten rheinnahen Oberflächengewässer von den hydrographischen Diensten
  • Niederschlagsdaten von 14 Wetterstationen im Projektgebiet
  • Grundwasserentnahmedaten von den Wasserbehörden

Durch diese Arbeiten und das transparente Vorgehen wurde die Datengrundlage für die Modellierung entscheidend verbessert. Damit steht ein zuverlässiges Werkzeug für die Beurteilung der Grundwasserverhältnisse nach Hochwasserschutz- und Sohlverbreiterungsmassnahmen zur Verfügung.

 

Die wesentlichen Brunnenanlagen

Im Bereich der Rheinvorländer und im Nahbereich des Rheins befinden sich 25 Brunnenanlagen. 2010 wurden rund 10,3 Mio. m³ Wasser gefördert. Dies ist fast ein Drittel des gesamthaft im Rheintal geförderten Grundwassers.

 

  • Oberriet (CH): 3 Anlagen der Gemeindewasserversorgung dienen zur Versorgung von Oberriet und Teilen der Stadt Altstätten sowie den Gemeinden Eichberg und Marbach.
  • Koblach (A): 2 Anlagen der Gruppenwasserversorgung Vorderland stellen die Versorgung der Gemeinden Koblach, Klaus, Weiler und Röthis sicher.
  • Mäder (A): 3 Anlagen des Trinkwasserverbands Rheintal sind das Rückgrat der Versorgung der Gemeinden Mäder, Alberschwende, Altach, Dornbirn, Götzis, Schwarzach,  Lustenau und Hohenems.
  • Diepoldsau (CH): 1 Anlage der Gemeindewasser-versorgung
  • Widnau/Au (CH): 9 Anlagen des Wasserwerks Mittelrheintal für die Gemeinden Au, Balgach, Rebstein und Widnau.
  • St. Margrethen (CH): 2 Anlagen der Gemeinschafts-wasserversorgung St. Margrethen-Rheineck (Mitversorgung von Gaissau auf österreichischer Seite).
  • Lustenau (A): 2 Anlagen der Gemeindewasserversorgung.
  • Höchst (A): 3 Anlagen der Gemeindewasserversorgung.

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