Wie entsteht Rhesi? Ökologie

Ökologie

Das Wasserbau- und Gewässerschutzgesetz der Schweiz verlangt, dass bei Eingriffen in das Gewässer dessen natürlicher Verlauf möglichst beibehalten oder wiederhergestellt wird (Art. 4 WBG; Art. 37 GSchG). Gemäss der EU-Wasserrahmenrichtlinie und dem österreichischen Wasserrechtsgesetz gilt für den Alpenrhein die Wiederherstellung des guten ökologischen Potentials (§ 30a WRG 1959). Der natürliche Verlauf des Alpenrheins entspricht einem verzweigten Flusslauf mit angrenzender Auwaldvegetation.

 

Für die Erfüllung der aquatischen und amphibischen Funktionen (Uferbereich) ist eine Breite des Gewässerbereichs (aquatischer Bereich) von mindestens 200 Metern auf dem gesamten Projektperimeter notwendig (siehe Gutachten für Anwendung der Methodik „Gewässerraum für grosse Fliessgewässer“ auf den Alpenrhein im Auftrag des Bundesamts für Umwelt). Falls die Breite von 200 Metern an gewissen Stellen nicht eingehalten werden kann (z.B. aufgrund von Trinkwasserbrunnen, die zurzeit nicht weichen können), ist die Fläche für aquatische Funktionen innerhalb des Projektperimeters zu kompensieren.

Der Auwald und die Strukturen des terrestrischen Habitats sollen an geeigneten Standorten in Trittsteinen wiederhergestellt werden. Für diese Trittsteine braucht es Flussaufweitungen mit einer Breite zwischen 250 und 500 Metern. Grösse, Anzahl und Dichte der Trittsteine sollen so bemessen sein, dass sie als Refugien für Tier- und Pflanzenarten dienen und die Arten zwischen den Trittsteinen wandern können. Je schmaler der Gewässerbereich ist, umso grösser müssen die Trittsteine ausfallen, damit die ökologischen Funktionen gewährleistet sind. Generell gilt, dass alle vier bis fünf Kilometer ein ökologischer Trittstein vorhanden sein soll.

Das Trittsteinkonzept stellt den gemeinsamen Nenner der Anforderungen der beiden Länder dar. Die erforderliche Grösse der Trittsteine hängt dabei von der Breite des dazwischen-liegenden Korridors ab.

Beispiel 1 (siehe Grafik rechts)
•    degradierter Korridor
•    grosse Trittsteine
•    regelmässige Dammabrückungen

Beispiel 2 (siehe Grafik rechts)
•    breiter Korridor
•    begrenzt dimensionierte Trittsteine
•    nur ausgewählte Dammabrückungen


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